Director’s Statement

YúYú was born after a 2 years research period. Looking for a man first seen in a newspaper  in China in 2012, who was performing a ceremony with bees to manifest his existence and position in the world. One day, after many months of investigation, a friend (Olivia J. Anani), once born in Benin, handed me his phone number on a plate. Through her girlfriend’s uncle, Jiang Hua, I was able to talk with Shé Zuǒ Bīn to express my deep interest in his ceremony.

I wanted to focus on his body, his heartbeats, his neck, his nipple and be able to record the real.

Being able to address the “ethical” as well as the “political” as such was both a wish and a puzzle. I tried to address issues of climate change and gender not too directly, but with a subject that could embrace the idea of “mankind in nature” and its relation to other species.

The sound-mixing is playing a key role in the understanding of the short-film: moments of extreme human tension combined with silence. Anxiety is important too, given the fact that in the Western world we both fear and love bees.
Ambivalence.

Director’s Statement (Deutsch)

YúYú erblickte das Licht der Welt nach einer zweijährigen Suche – die Suche nach einem Mann, den ich das erste Mal im Jahr 2012 in einer chinesischen Zeitung entdeckte. Ein Mann, der eine gewagte Zeremonie mit Bienen vollzieht, um seine Existenz und Position in dieser Welt zu manifestieren. Eines Tages, nach monatelangen Recherchen, lieferte mir eine Freundin (Olivia J. Anani), die aus (dem) Benin stammt, seine Telefonnummer auf dem Silbertablett. Über den Onkel einer ihrer chinesischen Freundinnen, Jiang Hua, war es mir möglich, mit Shé Zuǒ Bīn zu sprechen, um ihm mein tiefgehendes Interesse an seiner Zeremonie auszudrücken.

Ich wollte meine Aufmerksamkeit auf seinen Körper richten, auf seine Herzschläge, seinen Hals, seine Brustwarze, um die Wirklichkeit einfangen zu können.

Die Chance zu haben, nicht nur das „Ethische“ sondern auch das „Politische“ anzusprechen, war sowohl mein Wunsch als auch ein Puzzlespiel. Ich habe versucht, die großen Themen wie den Klimawandel und den Ursprung des Lebens nicht zu direkt zu behandeln, sondern mich eines Sachverhaltes zu bedienen, der sowohl die Idee der „Menschheit in der Natur“ als auch sein Verhältnis zu anderen Lebewesen umfasst. Die Tonmischung spielt eine Schlüsselrolle in meinem Kurzfilm: Momente der extremen menschlichen Anspannung und Momente der Stille. Unbehagen ist ebenfalls wichtig, denken wir nur an die Tatsache, dass die westliche Welt die Bienen sowohl fürchtet als auch liebt. Ambivalenz.